Die Klimakrise und der Verlust der Biodiversität sind längst keine abstrakten Bedrohungen mehr. Sie lösen bei vielen Menschen starke Emotionen aus: Angst, Trauer, Wut – aber auch Resignation oder Verdrängung. Wie wir reagieren, hängt nicht zuletzt von unserem Umfeld ab: Ob wir uns handlungsfähig fühlen, ist eng mit der Frage verknüpft, ob wir glauben, gemeinsam etwas bewegen zu können.

Fight, Flight oder Freeze

Unsere evolutionären Reaktionsmuster – Kämpfen, Fliehen oder Erstarren – prägen auch heute noch den Umgang mit globalen Krisen.

Fight (Kämpfen): Angst oder Wut können in Motivation münden – etwa durch klimaschonendes Verhalten, politisches Engagement oder Protest.

Flight (Fliehen): Manche verdrängen die Krise, hoffen auf technische Lösungen oder lenken sich durch Konsum ab.

Freeze (Erstarren): Andere fühlen sich ohnmächtig und resignieren – ein gefährlicher Zustand, der jede Handlung blockiert.

Resilient mit Emotionen umgehen

Damit Emotionen nicht lähmen, sondern zum Handeln motivieren, brauchen wir Gemeinschaften, die Hoffnung stiften. Bildungsarbeit, Medien und zivilgesellschaftliche Gruppen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie können Fakten mit Lösungsansätzen verbinden, Erfolgsgeschichten erzählen und Räume für Austausch schaffen.

Hoffnung als Antrieb

Ob wir aktiv werden, hängt stark davon ab, ob wir glauben, dass eine nachhaltige Zukunft erreichbar ist. Hoffnung entsteht, wenn wir erleben, dass gemeinsames Handeln Wirkung zeigt – sei es politisch oder in unserem direkten Umfeld. So wird aus Sorgen Energie, aus Emotionen Engagement.

Die entscheidende Frage ist also nicht nur, wie groß die Krise ist, sondern ob wir uns ihr gemeinsam stellen.
Denn Hoffnung entsteht durch Handeln – und Handeln durch Hoffnung.

Illustration: ©ankerplatz > KI-generiert

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