Kippt die Atlantikströmung? Drohende Folgen für Europa

Die Nordatlantische Umwälzzirkulation – oft als „Zentralheizung Europas“ bezeichnet – sorgt seit Jahrtausenden für milde Winter in Nordwesteuropa. Doch eine neue Studie zeigt: Dieses Strömungssystem könnte viel früher und drastischer geschwächt werden, als bisher angenommen.

Kipppunkt rückt näher
Laut Physiker Stefan Rahmstorf (PIK) könnte der entscheidende Kipppunkt bereits in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten erreicht sein. Zwar wäre ein kompletter Kollaps erst nach 2100 wahrscheinlich, doch schon eine deutliche Abschwächung hätte schwerwiegende Folgen. Paradox: Während die Erde sich weiter erwärmt, könnte es in Europa phasenweise kühler werden – vor allem im Winter.

Bedrohliche Konsequenzen
Die Studie warnt vor einem Zusatz-Anstieg des Meeresspiegels um bis zu einem Meter an europäischen Küsten, massiven Veränderungen der Ökosysteme und zunehmendem Druck auf Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung. Außerdem könnte unser Klima deutlich trockener werden, während Temperaturunterschiede in Europa extreme Stürme begünstigen würden.

Warum bricht die Strömung?
Der Motor der Atlantikzirkulation ist kaltes, salzreiches Wasser, das im Norden absinkt. Doch durch das Schmelzen des arktischen Eises sinkt der Salzgehalt – der Antrieb gerät ins Stocken. Frühere Studien hatten die Stabilität der Strömung betont, doch die neuen Modelle zeichnen ein deutlich beunruhigenderes Bild.

Blick in die Zukunft
Forscher erwarten, dass hochauflösende Klimamodelle in den kommenden Jahren noch genauere Prognosen ermöglichen. Fest steht: Die Atlantikströmung zählt zu den Kipppunkten des globalen Klimasystems – und erste Anzeichen deuten darauf hin, dass wir uns diesem gefährlich schnell nähern.
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Foto: ©ankerplatz > KI-generiert

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